Lea's CPUX Vorbereitung

Aktivitäten der menschzentrierten Gestaltung

Der menschzentrierte Gestaltungsprozess, aus dem CPUX-F-Curriculum, S. 6
Der menschzentrierte Gestaltungsprozess, aus dem CPUX-F-Curriculum, S. 6

Die Aktivitäten im menschzentrierten Gestaltungspprozess sind:

0. Planung der menschzentrierten Gestaltung

Systematische Vorbereitung und organisatorische Verankerung des menschzentrierten Gestaltungsprozesses.

Ergebnisse:

  • Menschzentrierte Aktivitäten im Projektplan
  • Menschzentrierte Qualitätsziele

1. Verstehen und Festlegen des Nutzungskontextes

Aufbau eines fundierten Verständnisses der Nutzungssituation.

Ergebnisse:

  • Nutzungskontextbeschreibung (Oberbegriff)
  • Für das Engineering:
    • Benutzergruppenprofile
    • Aufgabenmodelle des gegenwärtigen Nutzungskontextes
    • Ist-Szenarien
  • Für die Kommunikation an Stakeholder:
    • Personas
    • User Journey Maps des gegenwärtigen Nutzungskontextes

2. Festlegen der Nutzungsanforderungen

Ableitung überprüfbarer Anforderungen aus dem Nutzungskontext.

Ergebnisse:

  • Erfordernisse
  • Nutzungsanforderungen

3. Gestalten von Lösungen, die Nutzungsanforderungen erfüllen

Entwicklung von Gestaltungslösungen, die gezielt auf die definierten Nutzungsanforderungen ausgerichtet sind.

  • Nutzungsszenarien
  • Aufgabenmodelle für die Gestaltung
  • Informationsarchitektur
  • Navigationsstruktur
  • Styleguide
  • Wireframes
  • Low-Fidelity-Prototypen
  • High-Fidelity-Prototypen
  • Für die Kommunikation an Stakeholder:
    • Storyboards
    • User Journey Maps unter Berücksichtigung des interaktiven Systems

4. Evaluieren der Gestaltungslösungen gegen Nutzungsanforderungen

Überprüfung, inwieweit die Gestaltungslösungen die Nutzungsanforderungen erfüllen.

Ergebnisse:

  • Usability-Evaluierungsbericht

5. Gestaltungslösung erfüllt Nutzungsanforderungen

Feststellung der Zielerreichung und formaler Abschluss des Gestaltungsprozesses.

Iterationen

Der menschzentrierte Gestaltungsprozess ist bewusst iterativ angelegt.

Abhängig von den Evaluationsergebnissen kann eine Rückkopplung zu Schritt 1, 2 oder 3 erfolgen, um Annahmen zu präzisieren, Anforderungen anzupassen oder Gestaltungslösungen weiterzuentwickeln.

Ziel ist eine schrittweise Annäherung an eine nachweislich nutzbare Lösung.

Es ist nicht zwingend notwendig, im Projekt alle genannten HCD-Ergebnisse zu erstellen. Es kann je nach Bedarf sinnvoll sein, sich auf einzelne Punkte zu konzentrieren.

Die Zielsetzung hierbei ist, dass die Beteiligten informiert sind, so dass die Realisierung zielgerichtet erfolgen kann.

Projekte beginnen nicht notwendigerweise immer mit "Den Nutzungskontext verstehen und festlegen".

Abhängig von der Ausgangssituation, der Zielsetzung für das Projekt und dem vorhandenen Wissen im Projektteam kann das Projekt mit einer anderen Gestaltungsaktivität beginnen.

Beispiele

Grundsätzlich geht die Denkrichtung immer vom Nutzungskontext, den Erfordernissen der Benutzer und den Nutzungsanforderungen aus hin zur passenden Gestaltungslösung.

Die Projektrichtung wiederum ordnet sich in den gegebenen Projektbedingungen unter (Ausgangssituation, Projektziel, vorhandenes Wissen im Team).


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